eine Pflanze leuchtet weithin als rote Ähre am Flussufer und an Böschungen: der Gewöhnliche Blutweiderich (Lythrum salicaria). Er gehört zur Pflanzenfamilie der Weiderichgewächse. Wegen des hohen Gerbstoffgehaltes wurde diese Pflanze früher zur Ledergerbung und zur Imprägnierung von Holz und Seilen verwendet.
Ein Einsatz als Heilkraut und in der Küche ist wenig bekannt, hat aber durchaus überraschend positive Eigenschaften. Als Venuspflanze und Sonnwendpflanze soll der Blutweiderich uns und unsere Beziehungen beleben, Stress auflösen und Entspannung bringen.
Erkennungsmerkmale Staude mit aufrechtem Wuchs, der vierkantige Stängel ist kurz behaart, die Blätter sind gegenständig, zu zweit am Stängel sitzend, sie haben eine lanzettliche Form. In dem ährenartigen Blütenstand blühen bis teilweise 100 bis 1.000 purpurrote Einzelblüten
Standort in feuchten Wiesen, an Wassergräben, Flussufern, Bächen und Teichen
Im Garten sollte in jedem Garten angepflanzt werden, liebt einen Standort in Teichnähe, funktioniert aber auch auf normalem Gartenboden. Dient als Insektenweide, vor allem Schwebfliegen, Schmetterlinge und Wildbienen profitieren.
Heilwirkung blutstillend, entzündungshemmend, juckreizlindernd, reinigend, stopfend, zusammenziehend; Tee bei Durchfall, Magen-Darm-Entzündung und bei zu starken Monatsblutungen, sowie äußerlich bei Hautausschlägen und Ekzemen.
Sammeln/Verwechslungsgefahr gut zu erkennen, zur Blütezeit von Juni bis September keine Verwechslungspartner; häufiges bis teilweise seltenes Vorkommen, bitte achtsam sammeln!
Verwendung in der Küche ganz junge Blätter und Triebe eignen sich im Frühjahr für den Salat oder als Gemüse, der Geschmack ist fruchtig, ältere Blätter sind aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes wenig schmackhaft, dafür eignen sich dann die Blüten umso mehr, diese sind essbare Dekoration und eine wunderbare Kombi zum Obstsalat.
Rezept des Monats
Das Rezept des Monats August ist „Blutrotes Likörchen“. Viel Freude beim Nachkochen und Genießen!
Diesen Monat erwarten dich wieder spannende Kräuterworkshops und Kräuterwanderungen. Begleite mich bei meinen Kräuterwanderungen und Workshops durch die Welt der Pflanzen.
in der Abenddämmerung öffnet sie weit ihre Blüten: die Nachtkerze (Oenothera biennis), auch Abendlicht, Rübenwurzel, Nachtrose oder Schinkenwurzel genannt.
Ursprünglich in Nordamerika beheimatet wurde sie im 17. Jahrhundert in Ziergärten gepflanzt und wilderte recht schnell aus.
Ihr Potenzial als Gemüse- und Heilpflanze überzeugte die Menschen und deshalb ist sie bis heute geschätzt.
2026 ist die Nachtkerze „Heilpflanze des Jahres“. Sie liebt ein sonniges Plätzchen und ist, was den Boden betrifft, sehr anspruchslos.
Erkennungsmerkmale Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr eine bodenständige Blattrosette. Erst im zweiten Jahr wächst der kantige, behaarte Blütenstängel. Die Blätter sind länglich, schmal, spitz zulaufend, teilweise rötlich überlaufen und der Rand ist schwach gezähnt. Die gelben Blüten sitzen in den Achseln der Blätter am oberen Blütentrieb. Im Hochsommer reifen die zahlreichen kleinen schwarzen Samen in den Kapselfrüchten. Die rübenartige Wurzel ist weiß und am oberen Rand rosarot und wird geerntet, solange nur die Blattrosette vorhanden. Dann ist sie zart und mild im Geschmack.
Standort Zu finden ist die Nachtkerze an Wegrändern, Böschungen und auf Brachflächen.
Im Garten Ein Anbau im Garten lohnt sich durchaus. Die zart duftenden Blüten öffnen sich erst am Abend und locken zahlreiche Nachtfalter an.
Heilwirkung beruhigend, blutreinigend, entspannend, entzündungshemmend, krampflösend, stärkend. In der Volksheilkunde bei Magen-Darm-Erkrankungen, Erkältungskrankheiten, Hauterkrankungen und Bluthochdruck eingesetzt.
Achtung Wegen der enthaltenen Gamma-Linolensäure kann bei Epileptikern die Gefahr von Anfällen steigen.
Sammeln/Verwechslungsgefahr Bitte nur Wildkräuter verwenden, die zu 100 % erkannt wurden. Eine Verwechslung ist hier mit der Kleinblütigen oder der Rotkelchigen Nachtkerze möglich, die beide auch verwendbar sind.
Verwendung in der Küche Die Blätter schmecken nach Mangold und werden vor der Blüte geerntet. Die Blütenstängel werden geschält und roh oder kurz gedünstet verzehrt. Blütenknospen und Blüten können als delikate Dekoration über den Salat gestreut werden. Die Wurzel auch „Schinkenwurz“ wegen der Rotfärbung beim Kochen genannt, dienen roh oder gedünstet als Gemüsebeilage und erinnern im Geschmack an Schwarzwurzeln. Die wertvollen Samen können gemörsert über Müsli und Salat gestreut werden
Rezept des Monats
Das Rezept des Monats Juli ist „Kräuter-Zitronen-Quark“. Viel Freude beim Nachkochen und Genießen!
Diesen Monat erwarten dich wieder spannende Kräuterworkshops und Kräuterwanderungen. Begleite mich bei meinen Kräuterwanderungen und Workshops durch die Welt der Pflanzen.