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Hagebutte (Rosa canina)

Kräuterwelt

In meiner Kräuterwelt findest du eine Sammlung an Pflanzenporträts mit Wissenswertem über die einzelnen Wildkräuter – von bekannten Pflanzen bis hin zu weniger bekannten Naturbegleitern. Lass dich inspirieren und entdecke die faszinierende Welt der Kräuter.

bettinas lieblingskraeuter

Die Hagebutte
(Rosa canina)

Liebe Kräuterbegeisterte,

ein herzliches Willkommen zum Kräuternewsletter im Oktober. Auch wenn es schon deutlich früher dunkel wird und die Nächte kühl sind, trumpfen die Wildpflanzen und Wildfrüchte noch auf. Deshalb nutze die Zeit zum Sammeln, zum Sonnenstrahlen tanken und die Farben der Natur genießen.

Heute geht es um die Hagebutte. Vorwiegend spricht man hier von der Frucht der Hundsrose (Rosa canina), welche zu den Wildrosen gehört.

Die Hundsrose gehört zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse. Grundsätzlich sind alle Hagbutten (also auch von Gartenrosen) essbar, sofern sie nicht mit Spritzmitteln behandelt wurden.

Der Name Hagebutte leitet sich von Hag=Gebüsch/Hecke und Butte=Kleines Fässchen ab.

Wer kennt das dazu passende Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“?

Übrigens: Die Hagebutte gilt als Vitamin-C-reichste heimische Wildfrucht!

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Erkennungsmerkmale
Feuerrote essbare Frucht der Rose, die im September und Oktober reif wird. Hagebutten sind ovale Scheinfrüchte mit Nüsschen, botanisch benannt als Sammelnussfrucht.

Die Zweige dieser Wildrosenart sind stachelig, die Blätter sind rund bis oval geformt. Die Blütenblätter können weiß oder auch rosarot gefärbt sein.

Standort
Sonniger bis halbschattiger Standort, bevorzugt nährstoffreichen, durchlässigen bis lehmigen Boden. Für Wildfruchthecken und Gehölzränder geeignet.

Im Garten
Die Hundsrose ist eine sehr dankbare Rosenart und ist für den Gartenanbau zu empfehlen. Sie duftet herrlich und hat eine einfache fünfzählige Blüte ohne Füllung. Du tust Wildtieren was Gutes, wenn Du diese einheimische Wildrose bei Dir einziehen lässt. Und gleichzeitig hast Du immer Hagebutten bei Dir in der Nähe.

Heilwirkung
In der Volksheilkunde gilt die Hagebutte als antioxidativ, aphrodisierend, blutreinigend, entzündungshemmend, gallenflussanregend, harntreibend, immunsteigernd, knochenstärkend, leicht abführend, leicht entwässernd, schleimhautschützend, schmerzlindernd, schweißtreibend, steintreibend, tonisierend, vitalisierend und vitaminspendend.

Achtung
Nicht alles, was mit Namen Rose heißt, hat essbare Früchte und ist ein Rosengewächs z. B. die Christrose gehört zur Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse und ist damit giftig!

Sammeln/Verwechslungsgefahr
Im Herbst und sofern noch Früchte am Strauch vorhanden sind den ganzen Winter durch; achtsames Pflücken ist angesagt, sowohl wegen der Rosendornen, die gerne unsere Haut zerkratzen, als auch bitte Bedenken: Hagebutten sind Winterfutter für die Vögel, deshalb immer noch was am Strauch lassen.

Verwendung in der Küche
Die Hagebuttenfrüchte schmecken aromatisch und sauer. Sie sind vielseitig verwendbar für Fruchtmus, -soßen, Likör, Wein, Sirup, Essig, Chutneys, Ketchup, Presssaft, Pulver. Für Mus und Marmelade den Frost abwarten (oder die Gefriertruhe verwenden). Die Früchte am besten entkernen oder weichgekocht durch die Flotte Lotte passieren. Übrigens: die Kernchen der Hagebutten haben ein zartes Vanillearoma und können für den berühmten „Kernlestee“, eine kieselsäurehaltige Spezialität, verwendet werden. Dazu Hagebuttenkerne mit Wasser in einem Topf ca. 20 Min. leise köcheln lassen, abseihen und genießen!

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Rezept des Monats

Das Rezept des Monats Oktober ist „Hagebutten-Herbstgemüse“. Viel Freude beim Nachkochen und Genießen!

Zum Rezept
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Ich freue mich auf ein Wiedersehen!

Herbstliche Grüße,
Deine Bettina