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Die Eiche (Quercus)

Kräuterwelt

In meiner Kräuterwelt findest du eine Sammlung an Pflanzenporträts mit Wissenswertem über die einzelnen Wildkräuter – von bekannten Pflanzen bis hin zu weniger bekannten Naturbegleitern. Lass dich inspirieren und entdecke die faszinierende Welt der Kräuter.

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Die Eiche
(Quercus)

Liebe Kräuterbegeisterte,

herzlich willkommen bei meinem monatlichen Kräuternewsletter! Im November geht es um die Eiche. In Deutschland sind vor allem zwei Arten sehr verbreitet, die Stieleiche (Quercus robur) und die Traubeneiche (Quercus petraea). Eichen gehören zur Pflanzenfamilie der Buchengewächse.

Eichen wurden früher hochverehrt. Die mächtigen Bäume waren dem Gott Donar (Thor) geweiht. Bis heute ist die Eiche ein Sinnbild für Kraft, Standhaftigkeit, Stärke, Weisheit, Wahrheit und Treue.

Neben Holz- und Gerbmittellieferant galten Eichenwälder vor allem als Nahrungswälder. In mageren Jahren war man froh um jede Eichelfrucht, die man im Wald fand. In fetten Jahren trieb man die Schweine zur Mast unter die Bäume. Erst durch den Getreide- und später den Kartoffelanbau wurde die Bedeutung der Eichen verdrängt.

Ich finde es ist an der Zeit, sich um diesen wichtigen Baum in unserem Umfeld zu kümmern und sich wieder bewusst zu machen, welche Schätze uns die Natur eigentlich zur Verfügung stellt.

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Erkennungsmerkmale
weit ausladender bis 40 m hoher sommergrüner Baum mit einer teils unregelmäßigen, kugeligen Krone. Der Stamm löst sich oft frühzeitig in starke, knorrige Äste auf. Diese Baumart kann bis zu 1.000 Jahre alt werden. Die Blätter sind im Umriss verkehrt-eiförmig, tief gebuchtet, dunkelgrün, an der Unterseite heller. Männliche Blüten sind grünliche Kätzchen, weibliche Blüten unscheinbar in einer Hülle. Die länglich-eiförmigen Früchte sind 2-3 cm lang und von einem Fruchtbecher umhüllt. Die Fruchtreife startet im September.

Standort
Ein lichter Standort mit viel Platz, lockerem Boden und frischer, mineralstoffreicher Erde wird bevorzugt.

Im Garten
Aufgrund des großen Platzbedarfes nicht unbedingt die typische Gartenpflanze. Sollte eine Pflanzung möglich sein, dann sorgen Sie für lockeren Boden, Rindenmulch und ausreichend Sonnenlicht.

Heilwirkung
In der Volksheilkunde wird die Eichenrinde junger Zweige wegen der Gerbstoffe als Tee, Sitzbad oder Umschlag verwendet. Eichenrinde hat eine zusammenziehende, entzündungshemmende, antibiotische Wirkung. Haut und Schleimhäute werden abgedichtet, Juckreiz gelindert.

Reife Früchte bis ins Frühjahr hinein können als Nahrung verwendet werden, sie gelten als stärkend.

Achtung
Gerbstoffe können die Aufnahme von Medikamenten behindern. Äußerlich nicht anwenden bei nässenden, offenen Wunden. Eicheln nur mit Bedacht verwenden bei Magen-Darm-Reizungen oder während Schwangerschaft und Stillzeit.

Sammeln/Verwechslungsgefahr
Kann mit der oft angepflanzten nordamerikanischen Rot-Eiche oder der deutlich kleineren und eher seltenen Flaum-Eiche verwechselt werden. Alle Eichen sind gleich verwendbar. 

Verwendung in der Küche
sehr junge Blätter roh oder als Gewürz zu Speisen, zum Aromatisieren von Saft, Likör, Wein. Reife Früchte nach Entbitterung (s. Rezept) für Eichelmus, -pürree, Pflanzerl, Suppen, Spätzle. Getrocknet für Brot, Gebäck, Eichelkaffee. Eicheln haben einen nussigen, leicht karamellartigen Geschmack.

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Rezept des Monats

Das Rezept des Monats November sind „Eichel-Cantuccini“. Viel Freude beim Nachkochen und Genießen!

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Herbstliche Kräutergrüße,
Deine Bettina